
Martin Piekar (Löwe)
Narziss
Jeder kennt die Lust
in einem Selbst
sich wütig zu verlieben.
Keiner doch scheint da
zu sein für mich
Die Sucht kann nicht versieben.
Was da sehe ich
im Wasserglanz
ein Wesen zu beschwören.
Voll von Zärtlichkeit,
zu wertvoll, schön
um dieses zu zerstören.
Dunkles Wesen, hier im Flusse
erheb´ dich hier vor mir
und Küss Mich!
Ich ersehne deinem Kusse
Ergebe mich ganz dir,
also Küss Mich!!!
Niemand außer dir
mein Spiegelbild
kann mir die Lust entnehmen
Hier im Garten klamm
ersehne ich
mich selbst als dunkler Schemen
Dunkles Wesen, hier im Flusse
erheb´ dich hier vor mir
und Küss Mich!
Ich ersehne deinem Kusse
Ergebe mich ganz dir,
also Küss Mich!!!
Unendlich?
Unendlich starke Stricke
die uns zusammenhalten.
Unendlich viele Blicke,
die ich dir schicke
trotz Widrigkeiten und Naturgewalten.
Denn das Verlangen treibt uns her
fest umgewunden,
aneinander angebunden,
doch bleibt uns mehr?
Unendlich süßer Klang
begleitet unsren Flug.
Unendlich großer Bang
nun schon so lang
doch voneinander gibt es nicht genug.
Denn das Verlangen treibt uns her
uns zu verschlingen,
lieblich umeinander singen,
doch bleibt uns mehr?
Juliabend?
Am weiten Himmel tobt ein Gefecht
die Krieger sieht man schlecht
die Sonne will nicht gehen
doch wird sie getrieben von Wolken
die ihr in die Versenkung folgen
hinter Berge und Höhen
Das Blut am gigantischen Horizont
wird aufgeleckt vom Mond
der wie ein Raubtier lauernd pirscht
die Schatten vergreifen sich im Asphalt
denn sie suchen vergeblich Halt
wenn das Biest mit seinen Zähnen knirscht
Die Sterne im Kolosseum
sie feiern ihr Jubiläum
begeistert von den Gladiatoren
so merken sie jetzt erst wie durstig es macht
ich versteh es nicht, doch sapiente sat
keiner bin ich von den Initiatoren











