
Maximilian Wick
Balzakt der Hautflügler
Du bist Inhaber
deiner müden Blicke.
Wer nicht zuckt, verliert.
Hast du mal
ein Ohr für mich,
Läppchenknabberei -
egal wie du schmeckst
nach Bittermandel oder
Ich kann nur zirpen:
„Zehen entsprießen unseren Augen,
die sich kitzeln bis du lachst.“
Vivisektion
An dir mögen
war ein Rauschkind:
Die blassen Lippen,
deren Spucke, die aus
Katerwasser trinkt
Einhundert fremdgerauchte Kippen
bereuter Wein und Magenbitter
säure - ich weiß
wie sie schmeckt
wie dein Kleid abends
an deiner Hüfte
gefallen ist.
Aschensträhnige Pallas
Deinen Staubmantel perlweise küssen
den lockerbeerigen Ansatz zu Händen
ihn zerfallen, zersetzen, dich verfliegen
Kopfgeburt, du verhauchter Abendvers!
Kindliches Rinnsal, Teichkitz, ruhendes,
warum rasten in dir, maßlos Stockende?
In deine Ohrmuschel kriechend hasche ich
wie der letzte Zug deiner Nasen fährt.
Sei Brecherin für mich, weile, walte
lass steifen weder Scham noch Schaum
was gehen soll, was tanzen muss, wenn
du nur beklopfbare Wirklichkeit wärst.











